Symbolfoto Radtour: Pascal Höfig
Symbolfoto Radtour: Pascal Höfig

Stadt stellt Konzept zur Verbesserung der Radverkehrs-Infrastruktur vor

Externes Fachbüro legt im zuständigen Ausschuss erste Ergebnisse vor

Zur spürbaren Förderung des Radverkehrs in Passau kam der Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr im Februar mit der Verwaltung überein, ein externes Fachbüro für Radverkehrsplanung mit der Aufstellung eines aktualisierten Radverkehrskonzepts zu beauftragen. In der Sitzung vom 4. Dezember wurde ein erster Zwischenbericht vorgestellt.

Oberbürgermeister Jürgen Dupper:

„Es ist uns ein großes Anliegen, den Radverkehr in unserer Stadt weiter voranzubringen. Dementsprechend nimmt dieser eine zentrale Rolle im Verkehrsentwicklungsplan ein. Insbesondere in Städten erschöpfen sich entsprechende Projekte aber nicht ausschließlich im Bau von Radwegen. Mit der Schaffung einer adäquaten Infrastruktur ist immer auch die Intention verbunden, grundsätzlich ein fahrradfreundliches Klima zu erzeugen beziehungsweise zu stärken.“

Problemanalyse, Sichtung und Konkretisierung

In einem ersten Schritt widmete sich das Fachbüro der Netz- und Problemanalyse. Neben der Sichtung der vorhandenen Datenbasis war dabei die Befahrung des Radverkehrsnetzes, das etwa 200 Kilometer umfasst, zentral, um Eindrücke von der Wegeinfrastruktur und den vorhandenen Abstellmöglichkeiten zu gewinnen. Anhand einer tabellarischen Dokumentation wird der Handlungsbedarf für verschiedene Bereiche und Konfliktstellen konkretisiert. In die Überlegungen werden auch die Ergebnisse der ersten Sitzung des Arbeitskreises Radverkehr miteinbezogen. Dazu zählen etwa die eventuelle Einrichtung weiterer Flussquerungstrassen, die Durchfahrt durch die Innenstadt sowie Rad- und Fußverkehr auf gemeinsamen Flächen. Dem Arbeitskreis gehören neben der Stadt Passau das Staatliche Bauamt, der ADFC, VCD und weitere Gutachter an. Zielsetzungen sind eine anforderungsgerechte und sichere Infrastruktur zum Radfahren mit ausreichend Radparkplätzen sowie attraktive Angebote im Bereich Service und Dienstleistungen. Das daraus resultierende positive Fahrradklima soll zu einer merklichen Steigerung des Radverkehrsanteils führen. Beispielhafte Maßnahmen werden in der nächsten Arbeitskreissitzung präsentiert.

Pläne fürs neue Jahr

Für das kommende Jahr hat die Stadt Passau bereits die Umsetzung einiger Vorhaben eingeplant. In Angriff wird unter anderem der zweite Abschnitt des Geh- und Radwegs auf der Ries zwischen Pramöd und Neureut genommen, eine weitere Verlängerung erfolgt 2020. Darüber hinaus wird am Ilzsteg der Belag erneuert und an der Steinbachstraße zwischen Kreisverkehr und Straßenmeisterei Richtung Neustift ein Schutzstreifen markiert.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Stadt Passau. 

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