Wald. Symbolfoto: Pascal Höfig
Wald. Symbolfoto: Pascal Höfig

Hasenpest im Landkreis Passau: Landratsamt nimmt Stellung

Im Landkreis Schwandorf kam es vor kurzem zu Fällen der Hasenpest, an der sich Jäger infizierten, und auch im Landkreis Passau wurde laut einem Bericht der PNP ein infizierter Hase aufgefunden. Wir haben beim Landratsamt Passau nachgefragt, wie derzeit die Sachlage im Landkreis Passau ist. In Rücksprache mit dem Veterinäramt und dem Gesundheitsamt in Passau haben wir folgende Antworten erhalten:

Wie ist derzeit die Sachlage im Landkreis Passau?

Laut Veterinärdirektor Dr. Johann Hölzl ist nicht bekannt, wie hoch der Infektionsgrad in der Feldhasenpopulation ist. Er dürfte aber niedrig sein.

Ein registrierter Fall, bei dem sich ein Mensch mit der Hasenpest angesteckt hat, ist laut Gesundheitsamtsleiter Dr. med. Walter Wifling in diesem Jahr und auch in den vergangenen Jahren im Landkreis Passau nicht bekannt.

Wie kann man sich und z.B. seinen Hund vor der Hasenpest schützen?

Dr. Hölzl: „Ein Hund kann sich beim Spazieren gehen nicht anstecken, es sei denn, er frisst zufällig einen Hasen, der an Tularämie gestorben ist. Auch das wird der Hund ohne größere Probleme überleben.“ Gesundheitsamtsleiter Dr. med. Walter Wifling weist darauf hin, sich und seinen Hund von infizierten (und generell von verendeten) Hasen fernzuhalten.

Inwiefern ist der Erreger für Menschen gefährlich?

Besonders die gefährdeten Berufsgruppen Jäger, Köche, Metzger und Tierärzte kennen die Möglichkeit einer Infektion, zumal die Hasenpest kein „neues“ Phänomen ist. Immer wieder wurden in letzten Jahren Fälle der Hasenpest registriert. Eine besonders hohe Gefahr für den „Normalbürger“ gehe aber auch heuer von der Hasenpest nicht aus.

Das Veterinäramt verweist zudem auf die Internetseite des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

Dieser Artikel beruht auf einem Statement des Landratsamtes Passau.

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