Symbolbild Bahnhof Passau. Foto: Sabine Brummer
Symbolbild Bahnhof Passau. Foto: Sabine Brummer

Lärmschutzmaßnahmen für 2 Millionen Euro an der Bahn und der A3

Die Stadt Passau hat seit dem Jahr 2009 auf freiwilliger Basis fast 2 Mio. Euro für Lärmschutzmaßnahmen im Bereich der Gleisanlagen der Deutschen Bahn AG sowie entlang der Bundesautobahn A 3 umgesetzt und dadurch Aufgaben außerhalb des kommunalen Verantwortungsbereichs wahrgenommen, für die eigentlich der Bund zuständig ist.

Oberbürgermeister Jürgen Dupper: „Was den Lärmschutz angeht, so haben wir in den vergangenen Jahren keine Gelegenheit ungenutzt gelassen, den lärmgeplagten Anwohnern eine verbesserte Wohnqualität zu ermöglichen. Entweder haben wir uns dafür eingesetzt oder haben die Umsetzung in eigener Regie und mit eigener Finanzierung durchgeführt, um Lärmschutzmaßnahmen insbesondere entlang der Autobahn und der Bahnlinie zu errichten.“

Konkret wurden diese Maßnahmen umgesetzt:

Lärmschutzwand Hammerbachtalbrücke (2009)

In Kooperation mit der Autobahndirektion Süd hat die Stadt auf der BAB A 3 im Bereich der Hammerbachtalbrücke eine Lärmschutzwand errichtet. Die Kosten betrugen rd. 900.000 Euro und wurden von der Stadt finanziert. Lt. Schallschutzgutachten führten die Maßnahmen zu einer Reduzierung der Immissionen in einer Größenordnung zwischen 3 und 12 Dezibel.

Lärmschutzmaßnahme BAB A 3 im Bereich der Raststätte Donautal-West (2013)

Hier konnte dank der Kompromissbereitschaft der Autobahndirektion und der meisten Grundstückseigentümer ein langgehegter Wunsch der Bürgerinnen und Bürger im Passauer Westen erfüllt werden. Bis zu 7 m hohe Lärmschutzwälle aus rd. 19.000 m3 Erdaushub wurden im Zuge des Ausbaus der Rastanlage Donautal-West realisiert. Der Bau erfolgte im Bereich Degelgasse und bietet einen Lärmschutz für den Bereich der Alten Poststraße. Da einige Grundstücksverhandlungen erfolglos blieben, konnte die Stadt Passau keinen längeren Lärmschutz errichten.

Lärmschutzwand Bahnlinie Passau-Schärding (2011-2013)

Im Zuge des Bahnstreckenausbaus Passau-Wels, der eine höhere Frequentierung der Strecke nach sich zog, wurden gemeinsam mit den Anwohnern Möglichkeiten zum Lärmschutz erörtert. Für die Lärmschutzwände auf der österreichischen Seite hat die Stadt Passau bereits im Jahr 2009 eine freiwillige Vereinbarung mit der Österreichischen Bundesbahn und dem Freistaat Bayern über die Finanzierung einer solchen entlang der Bahnlinie ab der Grenze Voglau auf österreichischem Staatsgebiet auf einer Länge von fast 2 km in Richtung Wernstein geschlossen. Von den Gesamtkosten in Höhe von 2 Mio. Euro trägt die ÖBB 50%, der Freistaat Bayern 35% und die Stadt Passau 15%.

Mit dieser Lärmschutzwand wurden insbesondere die Bewohner im Bereich der Innstraße und den angrenzenden Straßenzügen deutlich entlastet. Für die Bewohner der Voglau als unmittelbar vom Bahnstreckenausbau Betroffene, versuchte die Stadt Passau dagegen erfolglos von der Deutschen Bahn AG eine Verlängerung der Lärmschutzwand auf deutscher Seite zu erreichen. Demzufolge hat die Stadt Passau das Heft selbst in die Hand genommen und inn- sowie bergseitig der Gleisanlagen Lärmschutzmaßnahmen mit einem Kostenvolumen von ca. 600.000 Euro errichtet.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Stadt Passau. 

- ANZEIGE -

AUCH INTERESSANT