Beat it! – Foto: COFO Entertainment
Beat it! – Foto: COFO Entertainment

Michael Jacksons Nachlassverwalter verklagen Passauer „BEAT IT!“-Veranstalter

In der Süddeutschen Zeitung vom 24. August 2018 wird über rechtliche Differenzen zwischen dem Michael Jackson-Nachlass und der COFO Entertainment GmbH & Co.KG als Produzent von „BEAT IT! – Die Show über den King of Pop!“ berichtet, die am 29. August 2018 im Theater am Potsdamer Platz in Berlin Premiere hatte und ab Ende Oktober in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf Tournee geht.

COFO geht laut der Presseerklärung davon aus, dass die vom Michael Jackson-Nachlass erhobenen Vorwürfe gegen die Veranstaltung unberechtigt sind. Die Nutzungsrechte an den Musikwerken aus der Feder von Michael Jackson wurden vom Verlag MIJAC in die amerikanische Verwertungsgesellschaft Broadcast Music, Inc. (BMI) eingebracht, die mit der GEMA einen sogenannten Gegenseitigkeitsvertrag unterhält, der die GEMA berechtigt und verpflichtet, diese Nutzungsrechte jedem, der die Musikstücke in Deutschland verwerten will, einzuräumen. Die Veranstaltung wurde von COFO zu diesem Zwecke ordnungsgemäß bei der GEMA angemeldet. Der Michael Jackson-Nachlass ist allerdings der Auffassung, dass die Wahrnehmungsberechtigung der GEMA nicht die Show umfasst, wie COFO Entertainment sie auf die Bühne bringen wolle.

Rechtliche Diskussion begann bereits 2017

Die rechtliche Diskussion zwischen dem Michael Jackson-Nachlass und COFO begann bereits Ende 2017. COFO hat sich von Anfang an bemüht, eine einvernehmliche Regelung mit dem Michael Jackson-Nachlass herbeizuführen. Zu diesem Zwecke wurde dem Michael Jackson-Nachlass von COFO bereits im Februar 2018 das Skript zu der Veranstaltung vorgelegt. COFO war auch in Abstimmung mit der GEMA bereit, Lizenzgebühren für die Veranstaltung nicht an die GEMA, sondern unmittelbar an den Michael Jackson-Nachlass zu zahlen. Eine Einigung wurde vom Michael Jackson-Nachlass aber immer wieder kategorisch abgelehnt.

Andererseits leitete der Michael Jackson-Nachlass lange Zeit keine gerichtlichen Schritte gegen COFO ein, um seine Rechtsauffassung von einem Gericht überprüfen zu lassen. COFO hat erst vor wenigen Tagen im Rahmen der Recherchen der Süddeutschen Zeitung erfahren, dass der Michael Jackson-Nachlass beim Landgericht München Klage gegen COFO erhoben hat. Diese Klageschrift wurde COFO nunmehr am 23. August 2018 zugestellt, so der Veranstalter in seiner Presseerklärung.

Durchführung laut COFO nicht gefährdet

COFO sei überzeugt, dass das Landgericht München von der Rechtmäßigkeit der Veranstaltung ausgeht. Bis zu einer abschließenden, rechtskräftigen Entscheidung können aber noch viele Monate, wenn nicht Jahre vergehen, so der Veranstalter. Die Durchführung der Veranstaltungen im Theater am Potsdamer Platz und auch während der kommenden Tournee 2018/19 werde durch den Rechtsstreit nicht gefährdet.

Artikel beruht auf einer Presseerklärung von COFO Entertainment. 

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