WGs und ihre Mitbewohner. Foto: Pascal Höfig
WGs und ihre Mitbewohner. Foto: Pascal Höfig

Dinge, die in Passau nur WGler kennen

Wohngemeinschaften sind wunderbar. Manchmal sind sie aber auch ein nötiges Übel. Das hängt ganz von der eigenen Einstellung und der Tagesform ab. Eigentlich ist jede WG eine kleine Familie. Man mag sich sehr, doch manchmal möchte man an die Decke gehen. In WGs passieren mitunter verrückte Dinge, die Vorlagen für gute Geschichten bieten. Manche Sachen kennen eben nur Leute mit WG Erfahrung. Und davon gibt’s in einer Studentenstadt wie Passau natürlich viele…

Kleinkriege

Klobrille hoch, Klobrille runter, Klobrille hoch… Oder Heizung auf 3, Heizung auf 4, Heizung auf 3 und so weiter. Der eine möchte es so, der andere möchte es eben anders. Daraus werden in WGs schnell passiv aggressive Kleinkriege. Ganz egal worum es dabei geht. Wenn man ehrlich zu sich selbst ist, sind es Kleinigkeiten über die man hinwegsehen kann. Aber hier geht’s ums Prinzip, verdammt noch mal! Das kann doch nicht so schwer sein!

Geschirrdusche

Ganz ähnlich kann es zu folgendem Szenario kommen: Keiner wäscht ab, weil eigentlich der andere abwaschen sollte. Oder am vorherigen Abend gab es Besuch – viel Besuch, der viel Geschirr gebraucht hat. So oder so, das Geschirr muss weg. Am Ende rauft man sich zusammen, das Geschirr kommt in die Dusche und wird abgespült! In einer WG hält man eben zusammen. Oder man beschließt, so wie beim Grillen auf der Innwiese immer praktiziert, einfach nur noch Pappteller zu verwenden.

Legendäre WG Parties

Zum Thema viel Besuch: Da gab’s mal eine Party, die war die beste der Welt. So eine Party gibt es nur einmal. Und zwar immer, wenn eine WG einlädt! WG Parties sind einfach die legendären Abende und Nächte, von denen man später lieber nicht den Kindern erzählt. Wenn man abends durch die Passauer Innenstadt schlendert, dann hört man fast immer aus einer Wohnung die lieblichen Geräusche einer WG-Party und wenn man nett fragt, darf man oft sogar mitfeiern.

Seltsamer Krempel

Auf einmal steht da ein Pinguin aus Pappmaschee. Er hat eine Fliege und trägt Sonnenbrille. Man fragt sich was der im Flur macht. Die Frage wird schnell beantwortet. Mitbewohner Nummer 2 war mal wieder auf dem Flohmarkt – oder wo auch immer ständig diese skurrilen Dinge herkommen.

Komischer Besuch

Morgens stolpert man in die Küche und da sitzt und grinst… Wer zur Hölle ist das denn? Er stellt sich vor als Freund von Mitbewohner Nummer 3. Er grinst und grinst und grinst. Dabei ist es gerade mal 13 Uhr früh! Auch seine restliche Aufmachung ist suspekt. Davon abgesehen hört er einfach nicht auf, über sein Engagement für die Vereinigung der Hasenfreunde zu sprechen. So oder so ähnlich – seltsamen Besuch gibt es in jeder WG mal.

Sündenbock

Ein Fernseher war zu laut! Um 23 Uhr den Hammer rausgeholt! Schmutz im Treppenhaus! Ständige Koitusgeräusche und muffiger Geruch! Wer ist dafür verantwortlich? Natürlich die WG im Wohnhaus! Der Fall ist klar wie Kloßbrühe für alle anderen, ach so vorbildlichen Mieter. Als WG ist man immer der Sündenbock. Das Gute daran ist, die WG wird zusammen geschweißt. Das hilft immerhin bei der nächsten Besprechung der WG „Regeln“.

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